Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wertvolle Tipps

Da immer wieder einige Fragen auftauchen, haben wir Ihnen hier die Antworten auf die häufigsten Rückfragen zusammengestellt.

Ein Chihuahua als Zweithund

Aus meiner Sicht – Ja, klar! Mit der richtigen Zusammenführung sollte es – gerade mit einem von vornherein sozialisierten Welpen – überhaupt keine Probleme geben – wenn auch der andere Hund verträglich ist. Durchaus von Vorteil für die Erziehung eines jungen Hundes kann ein älteres Vorbild sein. Und auch Spielen, Spazierengehen und im Körbchen schlafen, ist zu zweit viel schöner! Der Chihuahua als Zweithund wird sich den Regeln im Haushalt durch liebevolle Erziehung schnell anschließen und die ganze Familie bereichern. In manchen Fällen kann die Eingewöhnung und „Rudelbildung“ auch mal ein paar Tage dauern – man darf nur nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen. Auch wir können nicht jeden auf Anhieb „riechen“.

 

Aufpassen sollten Sie jedoch am Futternapf, ihr kleiner Welpe hat in seinem neuen Zuhause keinen Welpenschutz und der ältere Hund ist es nicht gewöhnt, dass sich ein fremdes Näschen seinem Napf nähern könnte.

 

Versuchen Sie auch auf Spaziergängen stets den entgegenkommenden Hund zu „lesen“ und schützen Sie ihren Welpen – aber nehmen Sie ihn trotzdem nur im Notfall auf den Arm! Dies ist bei kleinen Rassen besonders wichtig, um nachher nicht einen kleinen Kläffer im Arm zu halten, wie doch bereits der Ruf der Kleinen so oft vorauseilt.

Die Gewöhnung des Chihuahua an einen großen Hund

Wenn man die Sprache der Hunde versteht, so wird sich zeigen, dass es oftmals die kleinen Racker sind, die in einer Begegnung den Stress auslösen. Viele Chihuahuas kläffen nicht aus Angst, wie es oft falsch interpretiert wird, sondern aus Dominanz dem großen Hund gegenüber und provozieren diesen nicht selten durch kleine Bisse in die Hinterläufe oder extravagantes Auftreten.

 

Das muss nicht sein. Wenn man seinen Chihuahua erzieht, so wie man es bei einem großen Hund ebenfalls tut und ihn frühstmöglich an große Rassen gewöhnt. Bei Spaziergängen sollte man ihm immer die Möglichkeit geben, mit einem anderen Hund zu spielen. So lernt der kleine Hund, dass er einen anderen Artgenossen weder ankläffen, noch vor ihm davonlaufen muss. Als Besitzer kleiner Hunde, sollte man wach sein, das Gegenüber seines kleinen Hundes im Blick behalten und doch keine Angst um seinen Vierbeiner zu haben, denn diese überträgt sich auf den kleinen Chihuahua.

 

Ein Chihuahua nimmt sich nicht tatsächlich so klein wahr wie er ist, sie sind ja allgemein für die Überschätzung ihrer Größe bekannt.

 

Natürlich  muss man als Besitzer eines Chihuahua immer aufpassen, wie die Hunde miteinander spielen. Ein kleiner Hund, welcher permanent auf der Hundewiese von den anderen Vierbeinern über den Haufen gerannt wird, verliert selbstverständlich die Lust an diesem Spiel und könnte im schlimmsten Fall sogar durch eine Negativ-Erfahrung dem Großen gegenüber aggressiv werden. Daher Augen auf – aber allen Hunden die Möglichkeit geben, sich kennen zu lernen und das soziale Miteinander zu erleben!

Chihuahuas und Kinder

Ein Chihuahua ist kein Spielzeug. Er möchte nicht die ganze Zeit getragen und angezogen werden.

 

Welpen brauchen sehr viel Ruhe und sollten viel Raum zum Schlafen haben. Kinder müssen lernen die Ruhezone des Welpen zu respektieren und ihn im Schlaf nicht anzuschauen, beobachten, anzusprechen oder sogar zu berühren. Dazu ist genug Gelegenheit, wenn der kleine Chihuahua wach ist.

 

Kinder sollten sich auf den Boden setzen und den kleinen Chihuahua auf den Schoß nehmen und nicht auf den Arm, das Risiko, das der Kleine fällt oder unverhofft plötzlich springt ist zu groß, aber bei Welpen normal. Kinder reagieren nicht schnell genug. Zu oft werden sogar Erwachsene dabei überrumpelt. Kinder sollten einem Chihuahua nie hinterher rennen oder laufen, sondern ihn immer kommen lassen, man riskiert sonst, dass die Kleinen scheu werden.

Wann muss der Welpe wieder zum Tierarzt?

Die kleinen müssen 4 Wochen nach der Erstimpfung nachgeimpft werden und nach weiteren 3 Wochen dann noch ihre Tollwut-Impfung erhalten. Die 5-fach Impfung wird später jährlich wiederholt, die Tollwutimpfung alle 3 Jahre. Wichtig ist, die Impfungen regelmäßig zu erneuern um einen guten Schutz für Ihren kleinen Hund zu gewährleisten. Die Tollwutimpfung ist ebenso für Grenzübertritte ins Ausland erforderlich, hierfür ist immer der EU-Heimtierausweis mitzuführen.

 

Die korrekte Entwurmung eines Hundes ist immer von dessen Alltag, dem Wohnort, dem Kontakt zu Artgenossen, sowie von einigen anderen Faktoren abhängig. Als weitere Entwurmung empfehlen wir: 2x im Jahr.

 

Sollte ihr Welpe einmal Durchfall bekommen, was sehr schnell gehen kann, da Welpen ihr kleines Näschen quasi überall haben, so nehmen sie am besten in einem sauberen leeren Altglas gleich eine Kotprobe mit zu ihrem Tierarzt.

Zeckenbehandlung beim Chihuahua

Ich empfehle es definitv. Gerade wenn man viel im Wald und auf Wiesen unterwegs ist, lässt es sich kaum vermeiden, dass der Hund mit einer oder mehreren Zecken heimkommt. Diese stellen ebenfalls eine Gefahr für den Menschen – vor allem kleine Kinder – dar, wenn sie sich vom Hund zum Menschen verirren.

 

Generell sollte der Hund in den Sommermonaten und in den stark von Zecken frequentierten Gebieten täglich nach Zecken abgesucht werden. Erwischt man die kleinen Zecken in den ersten Stunden, so ist die Übertragung gefährlicher Krankheiten eingedämmt von Krankheiten.

 

Die gängigsten Mittel gegen Zecken beim Hund sind Exspot und Frontline. Die Tropfen werden im Nacken, zwischen den Schulterblättern und am Rutenansatz aufgetragen und verteilen sich auf dem Hund und in dessen Organismus. Der Schutz hält in etwa vier Wochen und muss dann wiederholt aufgetragen werden. Das Mittel wirkt für die Zecken giftig, diese sterben nach dem Biss am Hund ab. Allerdings ist dieses Gift in einigen Fällen nicht unproblematisch für den Hund und gerade ein kleiner Chihuahua, bei dem die Dosis ganz genau eingehalten werden muss, kann darauf reagieren. Es kommt selten zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz und Haarverlust.

Lesen Sie dazu auf meinem Blog MyDogGoesWuff!

Rückwärtsniesen (Reverse Sneezing)

Beim Chihuahua, ebenso wie bei anderen kurznasigen Hunderassen, ergibt sich hin und wieder das Rückwärtsniesens, das jeder Chihuahuahalter kennen sollte.

Beim „richtigen“ Niesen wird Luft quasi schnell und geräuschvoll durch die Nase herausgedrückt, beim Rückwärtsniesen wird diese eingesogen. Das Phänomen beginnt plötzlich und ist völlig ungewohnt, so dass viele Hundebesitzer befürchten, dass ihr Hund  ersticken könnte oder einen Asthmaanfall haben könnte.

Der Hund steht mit gestrecktem Hals, meist geradem Rücken, sowie

abgespreizten Ellenbogen da und beginnt röchelnd Luft durch die Nase anzusaugen. Das dabei entstehende Geräusch erinnert entfernt  an das Hochziehen von Nasensekret bei uns Menschen. Nach einer solchen Attacke, welche mehrere Sekunden bis zu wenigen Minuten dauert, erscheint das Tier wieder gesund und munter und verhält sich, als wäre nichts geschehen. Bitte bewahren Sie auf jeden Fall Ruhe!

Die Ursache ist anatomisch gesehen ganz einfach: Rückwärts-Niesen wird durch einen Krampf (Spasmus) des Gaumensegels im Rachen hervorgerufen, welcher durch einen Reiz, wie übermäßig große Freude und Aufregung zum Tragen kommt.

 

Eine Gegenmaßnahme, die sich bei mir immer wieder als hilfreich gezeigt hat, ist ein kurzes Zuhalten der beiden Nasenlöcher mit zwei Fingern (ohne Druck!). Dies löst den Schluckreflex aus, so dass der Hund schneller wieder zur Ruhe kommt.

 

Als Chihuahua-Halter sollte man das Rückwärtsniesen kennen, bevor am gesunden Hund unnötig herumgedoktert wird. Leider kennt noch immer nicht jeder Tierarzt dieses rassetypische Phänomen.

Versicherungen und Hundesteuer

In jedem Fall ist – auch für einen Chihuahua – eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Sie sichern damit sich selbst vor Ansprüchen Dritter, sollte ihr kleiner Schatz z.B. einen Unfall verursachen oder eine Situationen eintreten, in der Schaden entsteht.

Auch kann es immer mal – selbst bei gut erzogenen und sozialisierten Hunden – zu einem Übergriff kommen, z.B. dadurch, dass eine fremde Person Ihren Hund streicheln möchte, dieser erschrickt und beisst. Ein Chihuahua wird keine sonderlich schwere Verletzung hinterlassen, aber unterschätzen Sie die Laune/Einstellung anderer Menschen nicht!

 

Ob ihr Hund eine Krankenversicherung (oder OP-Versicherung) benötigt, muss jeder künftige Hundehalter selbst entscheiden. Meist gibt man hier mehr für den Versicherungsbeitrag aus, als die Höhe der Kosten die letztendlich bei einer Behandlung auch übernommen werden.

 

Sie sind verpflichtet, Ihren Hund an Ihrem Wohnort steuerlich anzumelden.

Darüber hinaus erhalten Sie von mir zum Einzug Ihres Welpen eine kleine Welpenfibel mit weiteren wichtigen Tipps für die ersten Tage mit dem Kleinen im neuen zu Hause.

Um sich optimal auf Ihren Welpen vorzubereiten, lesen Sie außerdem gerne noch:

Welpen füttern: Was und wieviel ist richtig?
Achtung giftige Pflanzen! Ein Pflanzenführer …
10 Tipps für ein welpentaugliches Zuhause

… und vieles mehr auf unserem Dog-Style Blog mydoggoeswuff.com

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