Das Wesen des Chihuahua

Chihuahuas sind intelligente, lebhafte und stolze kleine Hunde, die sich vor nichts fürchten. Sie sind neugierig und sehr gute Beobachter. Gerne wollen sie überall dabei sein, alles erkunden und beschnüffeln. Am liebsten folgen sie ihrem Herrn auf Schritt und Tritt, und verbringen jede mögliche Minute mit ihm.

Chihuahuas lassen sich zwar gerne verwöhnen und mögen es kuschlig und warm, sind jedoch genauso richtige Hunde, wie ihre grösseren Verwandten auch.

Schon wegen ihrer praktischen Größe können sie leicht überall hin mitgenommen werden, so daß sie Ihnen ein ständiger, treuer Begleiter sind. Sie lieben ausgedehnte Spaziergänge, wenn sie auch bei schlechtem Wetter nicht so begeistert hinausstürmen wie bei Sonnenschein: bleiben sie in Bewegung, so können ihnen Regen und Kälte nichts anhaben.

Der Chihuahua ist sehr robust und wenig krankheitsanfällig, und er kann im Verhältnis zu grösseren Rassen sehr alt werden. Chihuahuas, die 17 Jahre und älter werden, sind keine Seltenheit. Dies gilt allerdings in der Regel nicht für die extrem kleinen Teacups, also „XS“ Exemplare, mit einem Endgewicht von 1.000 g oder weniger. Mit zunehmender Kleinheit werden sie anfälliger und die Lebenserwartung nimmt ab.

Das ideale Gewicht eines unkomplizierten Chihuahuas liegt zwischen 1.500 und 2.800 g. In dieser Größe sind sie unverwüstlich und laufen auch gerne mühelos große Strecken.

Hintergrund/Historie

Der Chihuahua, allgemein bekannt als "die kleinste Hunderasse der Welt", ist eine der ältesten Hunderassen die man kennt. Um ihren Ursprung gibt es so viele Rätsel wie bei kaum einer anderen Rasse. Dafür sind um so mehr (mehr oder weniger glaubhafte) Legenden entstanden.

Die populärste und seit Jahren als wahrscheinlich angenommene Ursprungsgeschichte ist die, dass der Chihuahua der heilige Hund der Tolketen gewesen sein soll.

In Mexiko gibt es in der Provinz Chihuahua nach wie vor wild lebende kleine Hunde, auf welche der Chihuahua zurückgeführt wird. Laut anderen Quellen wurden sie angeblich von den alten Aztekenpriestern schon im 8. Jahrhundert gehalten und verehrt und zählten zu den Lieblingen aztekischer Prinzessinnen. Die Azteken bevorzugten die Exemplare mit sehr großen Augen, rundem Kopf und tiefen Stop. Starb ein Azteke, so wurde er zusammen mit seinen Habseligkeiten und einem Hund verbrannt.

Die Indianer glaubten, daß die Hunde mit ihren großen, leuchtenden Augen, den Weg über die neun Todesflüsse der Unterwelt ins Paradies weisen würden. Da jedoch nur diejenigen Hunde ihren Herrn behilflich waren, die von diesen zu Lebzeiten gut behandelt worden waren, war man stets darauf bedacht, es den kleinen Hunden an nichts fehlen zu lassen. In den Zeiten, in denen es nicht genügend Hunde gab, waren sie stets den Häuptlingen und führenden Kriegern vorbehalten.

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Bauern der Provinz Chihuahua ihre kleinen Hunde verstärkt an Touristen zu verkaufen. Über die Vereinigten Staaten kamen diese dann auch nach Europa.

Kurz- und Langhaar Chihuahuas

Zwischen den beiden Haarvarianten Kurz- und Langhaar gibt es Charakterunterschiede:

Der kurzhaarige ist der ursprüngliche Chihuahua, er braucht oft eine etwas festere und konsequente Hand, sonst kann er leicht zum Federführer werden. Er ist für jeden Hundehalter geeignet, der mit seinem Hund eine klare Beziehung haben oder arbeiten möchte.

Der Langhaar-Chihuahua ist der Sanftere, der eher bereit ist nachzugeben und somit für jeden Hundehalter bestens geeignet, der seinen Hund einfach entspannt geniessen möchte.

Durch ihre Intelligenz, Lernbegierde und Cleverness lieben Chihuahuas es, gefordert und gefördert zu werden. Sie sind äußerst temperamentvoll.

All diese Merkmale, verpackt in einem kleinen Hundekörper (Schulterhöhe 15-20cm), machen den Chihuahua für mich zum süssesten und treusten Begleiter.